Die Sache mit dem Urlaub und der Vorfreude

Gerade der Sommerurlaub eignet sich hervorragend zum Vorfreuden. Er verspricht uns gleich mehrere Dinge, die uns glücklich machen. Nämlich die Freiheit von Terminen und Verpflichtungen, dafür jede Menge selbstbestimmte Zeit. Ein Bekannter erzählte mir kürzlich, dass er im Urlaub seine Uhr ablegt. Damit schenkt er sich ein Stück Freiheit, das er in seiner Alltagsroutine zwischen Arbeit, Familie und Hobby nie hat.
Im Urlaub steuern wir weg von der getakteten Routine des Alltags und dafür hin zu anderen Orten. Dort erhoffen wir das überraschend Unerwartete, das letzte Abenteuer oder einfach Freiheit, Ruhe und Gelassenheit.

Urlaub beginnt im Kopf

Was das mit der Vorfreude zu tun hat? Der eigentliche Urlaub beginnt schon lange vor dem ersten Urlaubstag – nämlich im Kopf. Dort, in meinen Gedanken, ist Urlaub immer mit einem Lächeln verbunden. Dort funktioniert auch das mit der Freiheit und dem Abenteuer unglaublich gut. Wir erinnern uns an schöne Urlaubserlebnisse und die weniger guten werden im Nachhinein zu amüsanten Anekdoten, die sich an langen Winterabenden im Kreise der Freunde gut zum Erzählen und Lachen eignen.

Wer sich länger vorfreut, hat länger Urlaub. Deshalb fange ich mit der Vorfreude schon früh an. Dumm nur, wenn sich das Urlaubsgefühl einfach nicht richtig einstellen will, so wie in diesem Jahr. Wie immer sind die Wochen vor den Sommerferien vollgepackt mit Terminen, durch die ich mich durchhetze. Doch zum Glück gibt es ein paar Tricks, mit denen sich die Vorfreude auf den Urlaub garantiert einstellt. Und es geht eigentlich ganz einfach.

Urlaub LandkarteLandkarten anschauen

Als erstes hole ich Landkarten aus der Schublade oder kaufe mir bei Bedarf neue. Ganz bewusst frage ich nicht Google maps nach der Reiseroute, sondern mache mir meinen Plan auf dem Papier. Die meisten Länderkarten sind so groß, dass sie den gesamten Tisch bedecken. Ich fahre ich also mit dem Finger von der einen Tischkante zur anderen, in Gedanken jedoch hunderte Kilometer weit. Weil ich davon überzeugt bin, dass das Navi ein Blechdepp ist, schreibe ich mir die wichtigsten Städte und Straßennummern der Urlaubsetappe auf eine Liste –  nur für den Fall, dass das Navi uns mal wieder auf unsinnige Umwege schicken will.

Koffer packen

So dumm das klingt. Aber ich packe zumindest in Gedanken schon früh meinen Urlaubskoffer. Ich lege also frisch gewaschene Kleider beiseite, die unbedingt mitmüssen. Ich stelle mir vor, wie ich in meiner Lieblingsjeans natürlich bei Sonnenschein und strahlend blauem Himmel zwischen froh gelaunten Menschen über den Markt im Urlaubsland laufe. Fast rieche ich die fremden Gerüche und kaufe Dinge, die ich bei uns nicht bekomme. Ich breite das überdimensionale Strandlaken auf und falte es wieder zusammen. In Gedanken liegt es am Sandstrand und ich darauf mit Blick auf das Meer und die Wellen, in die ich mich gleich reinstürzen werde. Das ist total unrealistisch und kitschig, doch das Kopfkino muss ja keinen Filmpreis gewinnen. Hauptsache mir gefällt’s.

Arbeitstage-Countdown

Wie viele Arbeitstags trennen mich eigentlich noch vom Urlaub? Ein Monat klingt in meinen Ohren viel, vier Wochen noch mehr, doch 20 Arbeitstage hört sich schon besser an. Noch besser wird es, wenn die Zahl unweigerlich immer kleiner wird. Gut ist die Zahl der Arbeitstage übrigens auch, um einen Überblick zu behalten, was noch alles zu tun ist und sich nicht zu viel Aufgaben vorher noch aufzuladen. Doch das mit dem Nein-Sagen ist ein anderes Thema.

Die Glück-der-kleinen-Dinge-Urlaubs-Checkliste

Vorfreude kann auch eine Urlaubs-Checkliste machen. Denn: Je mehr Häkchen, desto näher rückt der Sommerurlaub. Carina hat ihre kreative Ader spielen lassen und eine Urlaubscheckliste_GlückDerKleinenDinge.de gezaubert, die nicht nur praktisch ist, sondern dazu auch gleich noch Spaß beim Anschauen macht. Deshalb für alle unser Special: die Liste am besten gleich über den Link oben anklicken, ausdrucken und mit dem Urlaub-Vorfreuen anfangen.

Was ich nicht mache?

Einen Plan, was ich am Urlaubsort alles tun werde. Am liebsten lasse ich die Dinge auf mich zukommen. Dann blättere ich spontan im Reiseführer oder lese über Dinge, die am Wegesrand liegen. Freilich kann es passieren, dass ich die größte Sehenswürdigkeit nicht sehe, weil ich gar nichts von ihr weiß. Doch was soll’s. Das hat mich bis jetzt nie unglücklich gemacht. Dafür mache ich Dinge, auf die ich wirklich Lust habe. Das heißt jedoch nicht, dass Du keine Sehenswürdigkeiten anschauen sollst, wenn Dich das glücklich macht. Manchmal stolpere ich mit meiner Taktik zufällig auf etwas, das für mich sehenswert war und das mir kein Reiseführer hätte erzählen  können. Zum Beispiel auf die nettesten Fischer, die zu viel Makrelen im Eimer haben und dir deshalb welche schenken. Oder auf ein Dorf, das sich sonntags zu einem einzigen, großen Flohmarkt verwandelt. Oder einfach auf Menschen, die mich inspirieren.

 

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