Lauf-Challenge im Oktober: 2000 Höhenmeter

Der erste Tag der Lauf-Challenge

Bergläufe sind mir ein Gräuel. Warum ich mich im Oktober trotzdem damit anfreunden werde? Weil ich eine ganz persönliche Lauf-Challenge antrete.

Ich täusche mich nie. Beim Joggen erkenne ich jede auch noch so leichte Steigung, selbst wenn sie mit bloßem Auge nicht sichtbar ist. Denn kaum geht es bergauf, regiert mein Körper darauf. Ich werde langsamer. Es fühlt sich an, als ob ich mich jemand am Laufshirt packt, festhält und ich dagegen ankämpfen muss.

Einbildung? Bestimmt nicht, denn es gibt einen sicheren Hinweis auf meine Laufschwäche:

Jogge ich gemeinsam mit Freunden, ist das der Moment, in dem sie mich abhängen, wenn auch unabsichtlich. Die anderen scheint es nicht zu interessieren, dass es bergauf geht.

Warum fällt mir bergauf so schwer?

Ich denke, es liegt am Körpergewicht und der fehlenden Kraft. Wer schonmal Gewichte mitgenommen hat weiß: Du merkst jedes Kilogramm, das Du mehr mit hoch schleppen musst. Ziemlich sicher ist es auch eine Kopfsache.

Deshalb will ich es diesen Monat wissen. Bergläufe, so heißt es, machen dich stärker. Sie fordern deine Stärke – sowohl in den Muskeln als auch mental. Der Zweifel bleibt, denn bislang konnte ich noch nie erkennen, dass mich die Steigungen vorwärts bringen.

Die Gründ für die Lauf-Challenge

Warum ich mich doch zu der Berglauf-Challenge entschieden habe? Das war mehr oder weniger ein Zufall. Zuerst habe ich auf der Strava-App eine Oktober-Aufgabe mit Höhenmetern entdeckt. Kurz später fragte Hobbyläufer Clemens Mulotzky auf seinem Instagram-Account, ob sich jemand für den Oktober eine Challenge vorgenommen hat? Er will zuckerfrei leben und dabei fröhlich bleiben.

Und ich? Täglich eine Meile laufen habe ich dieses Jahr schon an zwei Monaten erledigt. Spontan fallen mir die Höhenmeter ein, die ich bislang immer so trickreich zu vermeiden versuche. Also mache ich Nägel mit Köpfen und stelle mich einer meiner größten Lauf-Handicaps, dem Berglauf.

Meine Hausstrecke ist prädestiniert für Bergläufe. Die Steigungen beginnen direkt vor meiner Haustüre. Ich komme also gar nicht drumrum, Höhenmeter zu überwinden. Nur: ich mogle mich immer ein wenig drumrum. Meine Laufrunde beende ich meistens 30 Höhenmeter unterhalb meiner Haustüre, drücke die Stopp-Taste derLaufuhr und gehe die letzten Meter einen steilen Stufenweg wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Kann ich es schaffen?

Rein rechnerisch müsste ich jeden Tag rund 65 Höhenmeter überwinden. Laufe ich nur jeden zweiten Tag, wären es 130. Noch weiß ich nicht, ob ich die Lauf-Challenge schaffen werde. Fest vorgenommen habe ich es mir. Auf den ersten Lauf freue ich mich und sammle die ersten 70 Höhenmeter. Am zweiten Tag folgt gleich ein Rückschlag: Ich fühle mich leicht krank und laufe deshalb nicht.

Wer wissen will, wie weit mein Höhenmeter-Stand ist und wie mir die Höhenmeter bekommen, kann die Story gerne auf meinen Instagram-Profil Karin_Fox verfolgen.

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