Was Vogelfütterung mit Glück zu tun hat

Blaumeise beim Nüsse knacken. Foto: https://pixabay.com/photo-1325346/

Als Kind stellten wir uns immer mal wieder die Frage: Wenn Du ein Tier sein könntest, welches wärst Du dann am liebsten? Ich wäre am liebsten ein Vogel. Ein Bussard, um genauer zu sein. Oder ein eventuell noch ein Falke. Mich faszinieren diese Tiere einfach. Die Flügel, die scharfen Augen, die schönen Federn und die Lust am Fliegen und durch die Luft gleiten.

Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb ich Vögel gerne beobachte. Am liebsten in der freien Natur, aber natürlich auch im Garten. Direkt vor dem Küchenfenster hängt deshalb ein Vogelhaus. Nicht verraten: Es war mal eine selbst gezimmerte Krippe an Weihnachten, die wir kurzerhand umfunktioniert haben.

Es ist wie eine kleine Auszeit, den Vögeln zuzusehen, wie sie sich Nüsse, Samen oder Beeren holen, sie gierig fressen oder sich mit ihrer Beute auf einen höher gelegenen Ast flüchten, um die Nuss zu knacken, so wie es die vorsichtigen Meisen gerne tun. Für mich ist das Entspannung pur. In diesem Fall liegt das Glück der kleinen Dinge direkt vor der Haustür.

Wildvögel füttern: Ja oder nein?

Jetzt die Frage, die immer wieder kontrovers diskutiert wird: Wann fängt man mit der Vogelfütterung an? Hört man damit überhaupt auf? Soll man Wildvögel überhaupt füttern. Ich kann das nicht beantworten, sondern habe mich einfach fürs Füttern entschieden. So wie das ganze Jahr über ein Blumenuntersetzter immer mit frischem Wasser gefüllt als Vogelbad und Tränke bereit steht, ist zumindest im Winter die Futterstätte gefüllt. Ein eindeutige Antwort hat übrigens nicht einmal der Naturschutzbund Nabu, der Vogelexperte schlechthin.

Vogelhaus im Garten

Bei uns fängt die Vogelfütterung dann an, wenn es kalt wird. Also jetzt mit dem Abschied vom warmen, goldenen Oktober. Zwar hängen noch Trauben, an denen sich vor allem Amseln bedienen, doch es soll ja auch für Spatzen, Rotkehlchen, Rotschwänzchen und Meisen angerichtet sein. Ab und zu kommt auch auch Eichelhäher vorbei. Leider sind es nur so wenige Arten, die zu sehen sind. Zudem beobachte ich mit Sorge, dass es grundsätzlich auch weniger Vögel geworden sind. An was das liegt? Auch da bin ich kein Experte, sondern kann nur hoffen, dass es ein regionales Phänomen ist und nicht der Beginn des Artensterbens, vor dem Naturschützer warnen.

Heute habe ich zum ersten Mal wieder Futter eingefüllt. Und siehe da: Die erste Meise hat es schon entdeckt, dass hier vor dem Küchenfenster wieder etwas zu holen ist.

Gibt es da draußen eigentlich noch andere, für die das Beobachten von Wildvögeln glücklich macht? Wer es nicht weiß: einfach mal ausprobieren.

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