Zeit: Darf’s etwas mehr sein?

 

Liebe Carina,

kannst Du Dich an unsere letzten Telefongespräche oder die What’s-App-Nachrichten erinnern? Immer war die Zeit ein wichtiges Thema. Oder besser gesagt:
keine Zeit oder zu wenig Zeit zu haben. Deine To-Do-Liste allein für einen Tag war so riesig, dass sie mich gleich mit erschlagen hat allein beim Lesen. Bis jetzt weiß ich noch nicht, ob du alles geschafft hat. Du hattest keine Zeit, es mir zu erzählen.

Was ich damit sagen will: Zeit ist das kostbarste Gut auf der ganzen Welt. Wir sollten uns deshalb genau überlegen, wie wir mit ihr umgehen. Gerade weil Zeit wertvoll ist, will ich mir sie nicht verplanen oder sie mir von anderen verplanen lassen. Was nicht heißt, dass ich nicht gerne anderen meine Zeit schenke. Das nämlich kann sogar sehr glücklich machen.

Wie also schaffen wir einen Umgang mit der Zeit, der uns glücklich macht?

Schmeiß die langen Listen weg

Damit meine ich nicht die Einkaufsliste oder meine Geschenke-Liste, auf der ich mir das ganze Jahr über Dinge notiere, die ich meiner Familie oder meinen besten Freunden gerne schenken möchte. Sondern die unsäglichen To-Do-Listen. Denn mit denen verhält es sich wie mit dem Wäschekorb. Kaum ist alle Wäsche gewaschen, landet schon wieder neue Dreckwäsche drin. Deshalb verzweifle ich manchmal auch am Wäschewaschen: Ich werde einfach nie fertig damit.

Mit der To-Do-Liste ist es genauso: Kaum ist sie abgearbeitet, kommen die nächste Liste mit den nächsten Punkten drauf, die ich erledigen will. Macht mich das glücklich? Nein. Deshalb weg damit. Du könntest jetzt einwenden: Und was machst Du, damit Du nichts vergisst? Hm. Ich lasse es mal darauf ankommen. Ich bin mir irgendwie sicher, dass ich die wichtigen Dinge schon erledigen werde. Alles andere? Haken dran und weg damit.

 

Freie Zeit bringt Luft ins Leben

Ich will mir jeden Tag soviel vornehmen, dass noch unverplante Zeit übrig ist. Ob ich damit etwas Sinnvolles mache? Nein, um das geht es ja gar nicht. Die freie Zeit bringt Luft in mein Leben. Denn ich weiß, was passiert, wenn ich zu wenig Zeit habe: Ich fühle mich gehetzt, überfordert und mein Lachen geht verloren. Hast Du an solchen Tagen schon mal auf Deinen Atem geachtet? Also meiner geht tatsächlich schneller, obwohl ich doch meistens sitze bei meinen Tätigkeiten.

Ob ich das schaffen werde? Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert. Denn ich bin mir sicher, das bringt uns weiter bei unserer Suche nach dem Glück der kleinen Dinge.

Deine Karin

PS: Ich habe übrigens ganz zufällig ein Buch gefunden,
das genau zu dem Thema zu passen scheint.  Kennst Du das?

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